Am 10. März informierten Vertreter des Bistums im Pfarrheim St. Martinus die Gemeinde über einen weiteren Fall von sexuellem Missbrauch Schutzbefohlener durch einen Geistlichen, der in den 1970er Jahren Pfarrer in Hagen war. Auf Initiative der Pfarrgemeinderäte fand sich eine Gruppe, die in Lingen zur Eröffnung der Bischofskonferenz ihre Betroffenheit, Wut und Fassungslosigkeit zum Ausdruck bringen wollte. Spontan wurden Plakate entworfen, die den Bischöfen beim Einzug in die Kirche St Bonifatius präsentiert wurden.

Die Forderungen lauteten u.a.:

- Macht Veränderungen möglich

- Echte Konsequenzen angesichts der vielen Missbrauchsfälle

- Aufräumen statt Versetzen

- Mehr Transparenz

- Kein rechtsfreier Raum in der Katholischen Kirche

- Wir wollen Priester*innen, denen wir vertrauen können

- lebensnahe Sexualmoral

- freiwilliger Zölibat

- Zugang für Frauen zu allen Ämtern in der Kirche

Anschließend nahm die Gruppe am Schweigemarsch der KFD teil, die Bischof Bode nach dem Gottesdienst 30.000 Unterschriftskarten der Aktion „Macht Licht an“ überreichte, ebenfalls mit der Forderung nach Aufkläung und Konsequenzen aus den vielen Missbrauchsfällen.

 

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